Wohnflächenberechnung

Wohnflächenberechnung – Verkäufern und Vermietern drohen Schadensersatzforderungen, Rückabwicklung oder Mietminderung!

Für Mieterhöhungen kommt es stets auf die tatsächliche Wohnfläche an. Die Auffassung, dass die vereinbarte Wohnfläche maßgeblich ist, wenn die Abweichung zur tatsächlichen Fläche höchstens 10 Prozent beträgt, hat der BGH aufgegeben.

Etwaige Angaben im Exposé oder Vereinbarungen im Miet- bzw. Kaufvertrag spielen keine Rolle mehr! Ab sofort ist nur die tatsächliche Wohnfläche rechtsgültig.

Wie berechnet sich aber die tatsächliche Wohnfläche? Lassen Sie drei Experten die Wohnfläche berechnen, bekommen Sie möglicherweise drei verschiedene Ergebnisse. Das heißt: Es kommt drauf an.

Rechnen Sie nach DIN 277, DIN 283, Zweiter Berechnungsverordnung oder nach Wohnflächenverordnung? Wie alt ist der Mietvertrag, wie alt ist die Baugenehmigung mit entsprechender Wohnflächenberechnung? Was ist gültig und was ist, wenn im Mietvertrag oder Kaufvertrag abweichende aber nachvollziehbare Berechnungen vereinbart sind?

Die DIN 283 wurde im August 1983 ersatzlos zurückgezogen. Sie hat Wohnflächen und Nutzflächen bezeichnet.

Die DIN 277 gilt für die Ermittlung von Grundflächen und Rauminhalten von Bauwerken oder Teilen von Bauwerken im Hochbau, ist maßgebend für die Ermittlung von Kosten und bezeichnet Nutzflächen, z.B. Nebennutzflächen, Hauptnutzflächen, Konstruktionsflächen und dgl., jedoch keine Wohnflächen.

Die Zweite Berechnungsverordnung wurde am 1.1.2004 von der Wohnflächenverordnung abgelöst. Sie war rechtsgültig für den öffentlich geförderten Wohnungsbau.

Auch die Wohnflächenverordnung ist eine Verordnung für den öffentlich geförderten Wohnungsbau, doch auch bei preisfreien Wohnungen verweist der Gesetzgeber nun auf die neue Wohnflächenverordnung 2004.

Sowohl die Zweite Berechnungsverordnung als auch die Wohnflächenverordnung kennen Wohnflächen, aber keine Nutzflächen. Eine Angabe von x m² Wohnfläche plus x m² Nutzfläche nach Wohnflächenverordnung oder Zweiter Berechnungsverordnung ist demnach irreführend.

Gern beraten wir Sie in Bezug auf rechtssichere Wohnflächenberechnungen und führen diese auch mit Aufmaß vor Ort oder nach Planunterlagen durch.